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Zünsler       Pyralidae

Dörrobstmotte       Vorratsmotte
Plodia interpunctella

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda) Klasse: Insekten (Insecta) Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera) Familie: Zünsler
(Pyralidae)

Dörrobstmotte
Vorratsschädling
21.04.2017   10.15 Uhr
Dörrobstmotte_Raupe
Fundort:   in einer Tüte von getrockneten Aprikosen 
Fundzeit: 19.09.2017   11.49 Uhr

Der Name der Dörrobstmotte oder Hausmotte ist verwirrend, denn sie gehört zu den Zünslern.
Ihre Vorderflügel sind rotbraun, die im hinteren Abschnitt von drei dunkelbraunen Querlinien durchzogen sind. Eine helle, beigefarbene Querbinde setzt sich dazu in der Mitte kontrastreich ab. Ihre Hinterflügel sind grau.
Die Vorratsmotte lebt in Supermärkten, Vorratskammern, Lagerhäusern, Mühlen, Küchen u.a.. Der Falter nimmt keine Nahrung auf und lebt etwa 10 Tage.
Plodia interpunctella fliegt in 2 bis 3 Generationen in ungeheizten Räumen, dagegen in beheizten Küchen sind es mehr. Die Weibchen legen 200 bis 400 Eier an die Nahrungsvorräte ab. Die weiß-gelblichen Raupen sind fettig glänzend und tragen einen braunen Kopf. Nach fünfmaliger Häutung können die Raupen 1,7 Zentimeter lang werden. Zur Verpuppung wandern die Raupen von den Nahrungsvorräten weg und verstecken sich in seidenen Gespinströhren.
Die Flügelspannweite der Dörrobstmotte reicht von 1,3 bis 2,0 cm.
Ihre Körperlänge schwankt zwischen 0,6 bis 0,9 Zentimeter.
Raupenfutter: Mehl, Ceralien, Nüsse, Linsen, Schokolade, Müsli, Studentenfutter, Nudeln, Gewürze, Dörrobst u.a..
Bekämpfen kann man die Dörrobstmotte nicht allein mit Pheromonfallen, weil dort nur die Männchen hängen bleiben. Um auch die Weibchen zu erreichen, werden Schlupfwespen eingesetzt. Neben einer gründlichen Säuberung der Vorratsregale müssen alle befallenen Lebensmittel weggeworfen werden. Auch eine kühle Lagerung hilft, da sich die Entwicklungszeit der Raupen bei Kälte verzögert. Da sich die Raupen durch Polyethylen-Tüten hindurchbohren können, müssen die Nahrungsmittel in gut verschlossenen Dosen aufbewahrt werden.

dörrobstmotte_lateral

17.10.2017