brauner-bär  gestreifter grasbär  rotrandbär  weißfleckwidderchen  zimtbär  Dottergelbes-Flechtenbaerchen  Elfenbein-Flechtenbärchen  Breitflügeliger Fleckleibbär  Russischer Bär  Rotkragen-Flechtenbär  
rückwärts  vorwärts

Noctuoidea › Erebidae › Arctiinae › Arctiini › Callimorphina

Russischer Bär  oder Spanische Flagge
Euplagia quadripunctaria
Jersey Tiger Moth

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda) Klasse: Insekten (Insecta) Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera) Familie: Eulenfalter (Noctuidae) Unterfamilie: Bärenspinner (Arctiinae)

Russischer Bär
Fundort: Harz  bei Treseburg
     an Wasserdost
Fundzeit: August 1988
brombeere
Die Brombeere (Rubus fruticosus) dient den Raupen des Russischen Bären als Nahrung.

Der Russischer Bär ist ein tagaktiver Nachtfalter.
Er lebt an Waldrändern, Steinbrüchen, Flussufern, auf Trockenrasen oder an felsigen Hängen.
Die Spanische Flagge entwickelt eine Generation pro Jahr von Ende Juni bis Mitte September. Das Weibchen heftet seine Eier in lockeren Häufchen an die Blattunterseite der Raupennahrungspflanze. Die schwarz-graue Raupe wird 0,5 Zentimeter lang und trägt eine orange-gelbliche Rückenlinie. Deutlich sind weiße Seitenflecken erkennbar, ihre rotbraunen Warzen besitzen helle Borstenbüschel. Die stark behaarte Raupe entwickeln sich von Anfang September bis Juni des nächsten Jahres. Die Verpuppung findet im Juni in einem weiß-grauen Gespinst am Boden statt. Die Metamorphose zum Falter dauert etwa vier Wochen.
Bei Störungen zeigt der Falter seine rote Warnfarbe auf den Hinterflügeln mit 3 bis 4 schwarzen Flecken. Der Russische Bär ist europarechtlich streng geschützt.
Eine große Population befindet sich auf der griechischen Insel Rhodos im Schmetterlingstal. Der Orientalischer Amberbaum (Liquidambar orientalis) bietet dort Nahrung für diese Schmetterlinge und ihren Raupen.
Die Flügelspannweite von Euplagia quadripunctaria beträgt 4,5 bis 5,5 cm.
Raupenfutterpflanzen: Die Raupen fressen polyphag viele Kräuter, z.B. Große Brennnessel (Urtica dioica), Natternkopf (Echium vulgare), Schmalblättriges Weidenröschen (Epilobium angustifolium), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), Wiesensalbei (Salvia pratensis), Vergissmeinnicht (Myosotis), Taubnessel (Lamium spec.), aber auch Sträucher wie Brombeere (Rubus fruticosus aggr.), Himbeere (Rubus idaeus) oder Hasel (Corylus spec.).

www.lepiforum.de

www.euroleps.ch

www.orion-berlin.de

vgl. Wegerichbär

Brennessel

Futterpflanze der Raupen: Große Brennessel (Urtica dioica)

Purpurne Taubnessel

Futterpflanze der Raupen: Purpurne Taubnessel (Lamium purpureum)

Euplagia-quadripunctaria-rhodosensis

Euplagia quadripunctaria rhodosensis: in Petaloudes, dem Tal der Schmetterlinge auf Rhodos,
fotografiert von Cornelia von Uckro

Natternkopf

Der Blaue Natternkopf gehört zu den Pflanzen, von denen sich die Raupen des Russischer Bären ernähren können.

Euplagia-quadripunctaria-rhodosensis

In Petaloudes, dem Tal der Schmetterlinge,
fotografiert von Cornelia von Uckro. Die Falter sitzen auf dem Orientalischen Amberbaum (Liquidambar orientalis).

Euplagia-quadripunctaria-rhodosensis

Die Falter werden von dem Geruch des Orientalischen Amberbaumes (Liquidambar orientalis), englisch Oriental Sweetgum tree, angezogen. Griechenland; Rhodos, fotografiert von Cornelia von Uckro.

Petaloudes-Tal-der-Schmetterlinge

Habitat von Petaloudes, dem Tal der Schmetterlinge,
fotografiert von Cornelia von Uckro.

Euplagia-quadripunctaria-rhodosensis

Die Spanische Flagge in Petaloudes, dem Tal der Schmetterlinge,
fotografiert von Cornelia von Uckro.

Russischer Bär in Italien

Russischer Bär, am Gardasee in Italien am 09.07.2021 von Benjamin Wagner fotografiert.

Russischer Bär in Italien

Russischer Bär, am 09.07.2021 von Benjamin Wagner fotografiert.