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Eulen       Noctuidae

Schwammspinner
Lymantria dispar

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda) Klasse: Insekten (Insecta) Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera) Familie: Familie: Eulen (Noctuidae) Gattung: Lymantria

schwammspinner-raupe
Fundort: Zesch am See   auf einem Erlenblatt fressend
Fundzeit: 02.06.2011  14.55 Uhr
Schwammspinner-Jungraupe
Fundort: Telz     Ödlandfläche   Jungraupe des Schwammspinners
Fundzeit: 16.05.2013   14.15 Uhr

Der Schwammspinner ist ein kleiner, wärmeliebender Nachtfalter.
Er kann sich nach warmen, trockenen Frühsommern in Laub- und Mischwäldern massenhaft vermehren und das Wachstum der Bäume beeinträchtigen. Viele kahlgefressenen Bäume können neu austreiben, wenn Ende Juni die Verpuppung einsetzt. Beim Schwammspinner herrscht Geschlechtsdimorphismus vor. Das kleinere Männchen hat eine Flügelspannweite von 3,8 bis 4,0 cm. Seine graubraunen Vorderflügel weisen eine verschwommen gezeichnete, dunkle Zackenbinde auf. Das weiß- hellbraun gefärbte Weibchen hat eine Flügelspannweite von 6,0 bis 6,2 cm.
Der Schwammspinner entwickelt eine Generationen pro Jahr von Juli bis September. Dieser Eulenfalter überwintert als Eiraupe in einem Gespinst aus Haaren, welche das Weibchen an Baumstämme oder Holz heftet. Daher erhielt dieser Falter seinen Namen. Jede Raupe kann etwa einen Quadratmeter Biomasse fressen. Zu seinen natürlichen Feinden zählen u.a. Vögel, Eidechsen, Mäuse, Ameisen, Raupenfliegen, Bakterien und Pilze.
Raupenfutterpflanzen: Die Raupe frisst polyphag die zarten Blätter von Eiche (Quercus), Buche (Fagus), Edelkastanie (Castanea sativa), Kern- und Steinobst . Wir haben Raupen an Erlenblättern (Alnus) gefunden, aber auch an Sal-Weide (Salix caprea).

Schwammspinner-Jungraupe

Jungraupe

Schwammspinner-Raupe halberwachsen

  halberwachsene Raupe

Schwammspinner-Raupe

erwachsene Raupe

Schwammspinner-Raupe

erwachsene Raupe

Schwammspinner Jungraupe parasitiert

Jungraupe parasitiert

blüten der sal-weide

Raupenfutterpflanze: Sal-Weide (Salix caprea)

Zauneidechsenweibchen

Das Zauneidechsenweibchen jagt Schwammspinner-Raupen.

Großer Puppenräuber Larve

Der Große Puppenräuber (hier seine Larve) wurde von 1905 bis 1910 von Europa nach Nordamerika zur biologischen Bekämpfung des Schwammspinners und Goldafters eingeführt. Hier labt sich die Larve an einem überfahrenen Frosch auf einem Radweg.